Warum der Herbst für Haustiere besonders herausfordernd ist

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Für unsere Haustiere bedeutet der Herbst eine Reihe neuer Herausforderungen. Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer und in der Natur verändern sich die Bedingungen drastisch.

Besonders Hunde und Katzen, die viel Zeit im Freien verbringen, sind jetzt neuen Risiken ausgesetzt. Zwischen dem fallenden Laub verstecken sich giftige Pilze, stachelige Kastanien und hungrige Parasiten. Gleichzeitig wird es früher dunkel, was die Sichtbarkeit auf Spaziergängen reduziert.

Wir wissen: Viele dieser Gefahren lassen sich mit den richtigen Produkten minimieren. Von reflektierendem Zubehör über pflegende Pfotenbalsame bis hin zu praktischen Reinigungshelfern – wir haben alles, was Du brauchst.


Giftige Pilze: Vorsicht im Wald und Garten

Pilze die im Laub wachsen

Im Herbst wachsen viele Pilze. Einige davon sind für Hunde und Katzen hochgiftig und können schwere Organschäden verursachen.

Typische Warnzeichen einer Vergiftung

  • Erbrechen und Durchfall
  • Starker Speichelfluss
  • Zittern oder Krämpfe
  • Schwäche und Teilnahmslosigkeit
  • In schweren Fällen Bewusstseinsstörungen

Was tun im Notfall?

Wenn Du vermutest, dass Dein Haustier einen Pilz gefressen hat, solltest Du sofort Tierarzt oder Tierklinik kontaktieren. Die Pilzreste oder ein Foto sollten zur Identifikation mitgenommen werden. Dazu solltest Du die Anwendung von Hausmitteln vermeiden.

So beugst Du es vor

  • Hunde in pilzreichen Gebieten anleinen
  • Das Kommando „Nein“ trainieren
  • Den Garten regelmäßig auf Pilze kontrollieren und diese entfernen

Kastanien, Eicheln und andere Herbstfrüchte

Rosskastanien hängen an einem Ast mit Gold-Braunen Blättern
Ein Hund läuft neben einer Frau am herbstlichen Waldrand

Viele Tiere spielen gerne mit Kastanien oder nehmen Gegenstände vom Boden auf. Das kann gefährlich werden.

Rosskastanien

Rosskastanien enthalten den Giftstoff Aesculin. Mögliche Folgen sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Erbrechen und Durchfall
  • Koordinationsstörungen

Zusätzlich besteht die Gefahr des Verschluckens oder eines Darmverschlusses.

Weitere problematische Herbstfrüchte

  • Eicheln können Verdauungsbeschwerden verursachen.
  • Weintrauben sind für Hunde hochgiftig.
  • Maiskolben können Darmverschlüsse auslösen.
  • Apfel- und Birnenkerne enthalten Blausäureverbindungen.

Tipps für den Spaziergang

  • Hund in Bereichen mit vielen Kastanien oder Eicheln an der Leine führen
  • Darauf achten, dass nichts vom Boden gefressen wird

Zur Ablenkung Spielzeug oder Leckerlis mitnehmen

Parasiten auch im Herbst aktiv

Ein Hund kratzt sich mit der Nase am Bein während er auf einer Decke liegt

Viele Tierhalter denken, Parasiten seien nur ein Sommerproblem. Tatsächlich bleiben Zecken, Flöhe und Herbstgrasmilben oft bis weit in den Herbst aktiv.

Zecken

Zecken können Krankheiten übertragen und sollten daher ernst genommen werden.

Wichtig:

  • Zeckenschutz regelmäßig erneuern
  • Fell nach Spaziergängen genau kontrollieren
  • Zecken mit geeigneten Hilfsmitteln entfernen

Besonders gründlich sollten Ohren, Hals, Bauch und die Bereiche zwischen den Zehen untersucht werden.

Herbstgrasmilben

Die winzigen Parasiten sitzen in Wiesen und hohem Gras.

Typische Symptome:

  • Starker Juckreiz
  • Rötungen
  • Häufiges Lecken und Kratzen

Vorbeugung:

  • Feuchte Wiesen meiden
  • Pfoten nach dem Spaziergang reinigen
  • Rasen im Garten regelmäßig mähen

Flöhe

Wenn die Temperaturen sinken, suchen Flöhe warme Plätze und finden diese häufig im Fell unserer Haustiere.

Hilfreich sind regelmäßige Flohkontrollen, ganzjähriger Flohschutz und die Reinigung von Schlafplätzen und Decken.

Mehr Sicherheit bei Dunkelheit

Ein Hund liegt auf Terrassenplatten und trägt ein blau leuchtendes Halsband mit einer blauen Leine

Im Herbst wird es deutlich früher dunkel. Viele Spaziergänge finden deshalb in der Dämmerung oder bei Nacht statt.

Für bessere Sichtbarkeit sorgen

Empfehlenswert sind:

  • Reflektierende Halsbänder
  • Leuchthalsbänder oder LED-Anhänger
  • Reflektierende Geschirre
  • Signalwesten für Hunde

So werden Haustiere von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich früher erkannt.

Tipp: Reflektierendes Zubehör und LED-Beleuchtung sorgen für mehr Sicherheit auf Spaziergängen.

Pfotenpflege im Herbst

Katzenpfoten die auf Laub liegen

Nässe, Kälte und Schmutz belasten die Pfoten besonders stark. Regelmäßige Pflege hilft, Beschwerden vorzubeugen.

Das solltest Du beachten

  • Pfoten nach jedem Spaziergang kontrollieren
  • Schmutz und Feuchtigkeit entfernen
  • Pfoten gründlich trocknen
  • Bei Bedarf Pfotenbalsam verwenden

Bei langhaarigen Hunden kann es sinnvoll sein, das Fell zwischen den Zehen etwas zu kürzen, damit sich weniger Schmutz festsetzt.

Empfindliche oder ältere Hunde profitieren bei kaltem Wetter oft zusätzlich von einem Hundemantel.

Giftige Pflanzen im Herbst

Eine Katze steht auf vertrockneten Blättern im Wald vor einer Pflanze und schaut dabei zur Seite

Nicht nur Pilze können gefährlich werden. Auch verschiedene Garten- und Wildpflanzen stellen ein Risiko dar.

Dazu gehören unter anderem Efeu, die Stechpalme (Ilex), Weinreben mit Trauben, Eichenlaub und Eicheln.

Deshalb lohnt es sich, den eigenen Garten regelmäßig zu kontrollieren und Haustiere von unbekannten Pflanzen fernzuhalten.


Fazit

Der Herbst bietet viele schöne Erlebnisse für Dich und Dein Haustier. Mit etwas Aufmerksamkeit gegenüber Pilzen, Kastanien, Parasiten und der früher einsetzenden Dunkelheit lassen sich die meisten Gefahren vermeiden.

Wer regelmäßig kontrolliert, vorbeugt und auf die richtige Ausrüstung setzt, kann die goldene Jahreszeit gemeinsam mit seinem Vierbeiner unbeschwert genießen.

Wichtig: Bei Verdacht auf Vergiftung oder schweren Symptomen immer sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik kontaktieren.

Wir beraten Dich jederzeit gerne. Einfach vorbeikommen und gut in den Herbst starten!